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An einen Wasservogel

Wohin, bei fallendem Tau,
Während der Tag im letzten Scheine glühet, Fern am rosigen Himmelsrande verfolgst du Deinen einsamen Weg?

Vergebens bemerkt des Jägers spähend Auge Deinen entfernten Flug, dir nachzustellen, Wie du, ein dunkles Bild auf rötlichem Lichte, Strebend dahinziehst.

Suchst du den sumpfigen Rand eines schilfigen Sees? Oder des breiten Stromes labyrinthische Krümmungen?
Oder wo die wallenden Wogen steigen und sinken Auf des Ozeans Flut?

Es ist eine Macht, deren Sorgfalt
Dich deinen Weg lehrt längs jener pfadlosen Küste
Der unbegrenzten Luft, die einsam du wanderst, Aber nicht hülflos.

Den langen Tag durch fächelten deine Flügel Den kalten, dünnen Hauch in ferner Höhe;
Doch senkst du dich nicht ermüdet dem Lande zu, Obgleich die dunkle Nacht so nahe.

Johann Peter Eckermann (Nach Bryant)

 

Wasservogel
 
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Wasservogel
Acryl auf Leinwand, 70 x 100 cm, 2008
Sammlung Sven Johannsen, Hamburg
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